Prognose des Gasbedarfs
Tägliche Prognose des Gasverbrauchs für einen Messknoten über die nächsten 7, 30 und 90 Tage, mit einem 95-%-Konfidenzintervall und einer Genauigkeitsprüfung über 14 Tage.
Dieser Bericht arbeitet mit einem einzelnen Messknoten: Er sagt vorher, wie viel Gas der Knoten über die nächsten 7, 30 und 90 Tage verbrauchen wird. Er dient der Beschaffungs- und Bilanzplanung — wie viel Gas der Verbraucher in naher Zukunft benötigen wird.
Die Prognose wird aus der Verbrauchshistorie vergangener Zeiträume erstellt und berücksichtigt das Wetter: Bei kaltem Wetter wird mehr Gas zum Heizen verbraucht. Zusammen mit der Prognose liefert der Bericht ein Konfidenzintervall (eine „Von-bis”-Spanne, in die der Verbrauch mit hoher Wahrscheinlichkeit fällt) sowie eine Genauigkeitsprüfung der letzten Tage.
Was er anzeigt
| Block | Was er bedeutet |
|---|---|
| Prognosediagramm | erwarteter täglicher Verbrauch für die Zukunft, über die tatsächliche Historie gelegt |
| Konfidenzintervall | ein Korridor um die Prognose, in den der Verbrauch mit 95 % Wahrscheinlichkeit fällt |
| Summen für 7 / 30 / 90 Tage | wie viel Gas über diese Horizonte insgesamt erwartet wird |
| Genauigkeitsprüfung | wie stark das Modell über die letzten 14 Tage danebenlag (siehe unten) |
Die Prognose wird in klar abgegrenzte Komponenten zerlegt: ein Grundniveau, einen Gesamttrend (steigender oder fallender Verbrauch im Zeitverlauf), die Saisonalität (Jahr und Wochentag) sowie den Wetterbeitrag.
Wie er funktioniert
Datenquellen:
- Gasverbrauch — aus dem stündlichen Archiv des Geräts, zu Tagessummen aggregiert.
- Wetter — Tagestemperatur vom offenen Dienst open-meteo. Die Temperaturhistorie wird anhand der Koordinaten des Knotens abgerufen; für die Prognosetage — die tatsächliche Wettervorhersage desselben Dienstes.
Das Modell ist eine lineare Abhängigkeit des Verbrauchs von vier Faktoren:
- Trend — langsamer Anstieg oder Rückgang des Verbrauchs im Zeitverlauf.
- Jährliche Saisonalität — Winter/Sommer.
- Wöchentliche Saisonalität — Wochentage und Wochenenden verbrauchen unterschiedlich.
- Temperatur — über Heizgradtage: wie viel kälter der Tag als 18 °C ist. Je kälter es ist, desto mehr Gas wird zum Heizen verbraucht.
Ist kein Wetter verfügbar, arbeitet das Modell ohne den Temperaturfaktor. Anormal große Stundenwerte (Telemetrie-Artefakte) werden auf das im Geräte-Datenblatt angegebene Maximum begrenzt, um die Prognose nicht zu verfälschen.
Die Genauigkeit wird wie folgt geprüft: Das Modell „sieht” die letzten 14 Tage nicht, prognostiziert sie und vergleicht sie mit den Ist-Werten. Daraus ergeben sich der durchschnittliche Prognosefehler und der Anteil der Tage, an denen der Ist-Wert innerhalb des Konfidenzintervalls lag.
Ausführungsparameter
| Parameter | Standard | Was er bedeutet |
|---|---|---|
| Knoten-Nr. | erforderlich | die Nummer des Messknotens |
| Historie ab | vor 2 Jahren | Beginn der Historie (≥ 1 Jahr für jährliche Saisonalität erforderlich) |
| Historie bis | gestern | Ende der Historie |
| Horizont | 30 | wie viele Tage im Voraus prognostiziert wird |
| Backtest-Tage | 14 | über wie viele jüngste Tage die Genauigkeit geprüft wird |
| Mindeststunden pro Tag | 18 | wie viele Stunden pro Tag Daten vorliegen müssen, damit der Tag gezählt wird |
| Koordinaten | Knotenkoordinaten | Standort für die Wetterabfrage |
| Heizbasis | 18 °C | Temperatur, unterhalb derer geheizt wird |
| Ohne Wetter | aus | Berechnung ohne Berücksichtigung des Wetters |
So wird das Ergebnis gelesen
- Sehen Sie sich zuerst die Genauigkeitsprüfung an. Ein durchschnittlicher relativer Fehler bis 10 % — eine ausgezeichnete Prognose; 10–20 % — akzeptabel; mehr als 20 % — mit Vorsicht zu verwenden. Der Anteil der Treffer innerhalb des Konfidenzintervalls liegt normalerweise bei etwa 90–95 %.
- Der 7-Tage-Horizont ist am zuverlässigsten; 90 Tage sind orientierend und erfordern mindestens ein Jahr Historie. Über 90 Tage hinaus wird die Prognose nicht empfohlen.
- Das Konfidenzintervall ist aussagekräftiger als eine einzelne Zahl: Planen Sie gegen seine obere Grenze, wenn Sie eine Reserve benötigen.
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